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Sonntag, 16.09.2018

Massenandrang im Winnercircle?

(htz-press)Am Sonntag ab 13.30 Uhr wird in Bahrenfeld wieder an den Größten seiner Sportart erinnert, der körperlich ein ganz kleiner war: 20.000 Euro stehen über dem Johannes Frömming-Memorial, das neun gutklassige vier- und fünfjährige Stuten der Gewinnklasse bis 30.000 Euro am 1.680 Meter-Start sieht.

Die Hälfte dieser Summe – 10.000 Euro – winken als Garantie in der V6-Wette, die in den Rennen drei bis acht zur Austragung gelangt, zweimal (4. und 7. Rennen) wird eine Viererwette angeboten.

Johannes »Hänschen« Frömming – kein anderer Name war im vergangenen Jahrhundert in Sachen Trabrennsport auch einer breiteren Bevölkerung jemals bekannter als der des 1910 in Berlin geborenen und 1996 in seiner Wahlheimat Hamburg verstorbenen Meisterfahrers. Als erster schaffte er die magische Zahl von 5.000 Siege, die damals sogar in der Spätausgabe der Tagesschau Erwähnung fanden und Titel seiner lesenswerten Biographie waren. Frömming gewann nicht nur zahlreiche Derbys, dreimal den Prix d’Amerique und praktisch alle wichtigen Rennen des In- und Auslands, sondern war auch Stammgast in den großen Fernseh-Unterhaltungsshows und neben seinem einzigartigen Können im Trainieren und Fahren von Trabern »der« Botschafter schlechthin für seine Sportart.

Traberdeutschland im Hannah-Fieber

Ganz so viele Besitzer wie Frömming Siege hat Hannah Hazelaar (Michael Nimczyk) nicht, doch mit mehreren hundert Anteilseignern ist sie bzw. die Besitzergemeinschaft TraberParti ebenfalls ein Aushängeschild und Werbeträger des deutschen Trabrennsports. Auch vor dem Frömming-Memorial heißt es: Die gezielt vorbereitete Vierjährige geht in ihr bislang schwerstes Rennen. Doch Bangemachen gilt nicht. Bislang hat sich die sieggewohnte Hannah Hazeaar stets mit der notwendigen Steigerung präsentiert. Und selbst ein dritter Platz würde mit 2.500 Euro noch besser entlohnt als bislang jeder ihrer sechs Volltreffer.

HANNAH HAZELAAR / Michael Nimczyk - Foto: © traberfoto-sx.de

Wenn es zum ganz großen Coup langen soll, der dann für eine Überfüllung des Winncercircles sorgen würde, müssen gewinnreichere Konkurrentinnen wie Arendelle (Jaap van Rijn), Miss Marbel (Christian Lindhardt), Urmia (Daisy Paling) oder Opalis (Heinz Wewering) in Schach gehalten werden.

Wenn die Entscheidung im Hauptereignis ansteht, werden sich die Reihen der V6-Wetter schon deutlich gelichtet haben, denn das Frömming-Memorial bildet den Abschluss der wieder mit 10.000 Euro Garantieauszahlung versehenen sechsfachen Siegwette. Los geht es im 3. Rennen des Nachmittags, das mit Magister (Sönke Gedaschko), Escada (Heiner Christiansen), Paco Jet (Heinz Wewering), Amici P (Michael Nimczyk), Holly Star (Kornelius Kluth) oder Green Mamba (Victor Gentz) gleich ein halbes Dutzend Siegkandidaten bietet.

Auch das anschließende Amateurfahren wirkt offen, doch ist der Kreis der Favoriten mit Glaedar (Christoph Pellander), Gentle Yankee (Jörg Hafer), Candyman Hornline (Cathrin Nimczyk) oder Little Danny (Christian Schulz) wohl etwas enger gefasst. Ein mögliches Bankpferd könnte dagegen im 5. Rennen der bislang sehr gefällig aufgetretene Payet (Jaap van Rijn) sein.

Günstige Gelegenheit

Die zweite V6-Hälfte wird durch eine Bänderstartprüfung für die beste Klasse eröffnet. Da die handicapartige Ausschreibung in diesem Jahr sieglose Pferde bevorteilt, sieht es günstig für den von der Grundmarke startenden Geronimo T (Michael Nimczyk) oder die trotz ihrer hohen Gewinnsumme mit nur einer Zulage bedachten Juan (Christian Lindhardt) und Banker Transs R (Jaap van Rijn) aus. 40 Meter aufzuholen, stellt dagegen bei aller Klasse für die in der laufenden Saison bereits erfolgreichen Soccer (Victor Gentz) oder Rapido OK (Josef Franzl) auf der Bahrenfelder Bahn erfahrungsgemäß eine schwere Aufgabe da.

Im vorletzten Rennen der V6-Wette treffen mit Captain Jack H (Kornelius Kluth) und Icebear Newport (Michael Nimczyk) zwei Pferde aufeinander, die zuletzt je zweimal Zweiter waren. Einer von ihnen sollte den Sieg-Knoten zum Platzen bringen können, sofern ihnen nicht die bei einem Dutzend Starts nicht weniger als zehn Mal platzierte Flabbergasted (Kay Werner) einen Strich durch die Rechnung macht.