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15. APR 2018

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Schwedens Schnellster zu Olympia

Mit Pauken, Trompeten und einer »nordeuropäischen« Saisonbestmarke von 1:09,6 hatte sich Day or Night In nach einem Winter in Vincennes, bei dem ihm mit einem ersten, dritten und fünften Platz einige Ausrufungszeichen gelungen waren, am Ostermontag in Halmstad zurückgemeldet.

Im L.C. Peterson-Broddas Minne, der dritten Qualifikation zum Olympiatravet, holte er sich nun mit einem Lauf von der Spitze aus mühelos das Ticket für Schwedens ersten Saisonhöhepunkt am 28. April, wo dem Sieger 1,5 Millionen Kronen winken. In gewisser Weise war dafür Harry Haythrows Absage mitverantwortlich, der wegen eines schlechten Blutbildes daheim bleib. Fast niemand fegt im Norden so schnell aus den Startlöchern wie das »Eiserne Pferd«, in dessen Abwesenheit Johan Untersteiner sogar den unter ihm postierten Dante Boko recht problemlos um die Spitze ausfahren konnte.

Ende der Startgeraden war die Kommando-Übernahme, nach weiteren 500 Metern der Gänsemarsch perfekt, für den sich Mindyourvalue W.F., der im Norden längst nicht so effektiv unterwegs ist wie in Vincennes, Jairo, Tano Bork, Deuxieme Picsous und der nach einem Ausflug in Spur zwei ganz ans Ende zurückbeorderte Västerboonthenews aufreihten. Kaum war bei inzwischen deutlich gedrosselter Fahrt die Schlussrunde eingeläutet, hielt es den erst zum zweiten Mal in der Gulddivisionen präsenten Jairo nicht mehr auf den inneren Plätzen. Kaum blies ihm der frische Wind um die Nase, bekam der Love You-Sohn zu seinem Glück in Dante Boko einen idealen Vordermann, der 400 Meter vor dem Pfosten den Co-Favoriten kräftig zu massieren begann.


Kurz steckte »Luddes« Wallach den Kopf um eben diesen Abstand in Front, doch hatte Day Or Night In gleich den entsprechenden Konter im Angebot und hielt den Herausforderer letztlich mit einer Länge auf Distanz, ohne dass sich Untersteiner junior sonderlich rühren musste. 1:08,4 für die finalen 500 Meter - da sah der Rest die beiden Protagonisten nur noch aus der Ferne. Drei Längen zurück buchte Mindyourvalue W.F. »Bronze« und hatte dafür etwa ebenso viel Vorsprung auf Jairo. Bei dem Deutschen musste Joakim Lövgren mächtig »rühren«, um Deuxieme Picsous um eine Nasenspitze abzuwimmeln. Eine einzige Enttäuschung blieb Västerboonthenews. Der über Winter in Schweden enorm starke Zehnjährige ließ nur den einstigen International Trot-Starter Tano Bork hinter sich.

»Heute war er noch besser als in Halmstad«, strahlte Schwedens Trainer des Jahres 2017, »wenn du das Gaspedal bei ihm richtig durchtrittst, ist es ein Gefühl, als hätte dein Auto einen V8-Motor unter der Haube - irre! Weil er mir ihm Heat blendend gefallen hat, hab ich gegen Dante Boko versucht, in Front zu kommen. Er war heute so geschmeidig - es war einfacher als erwartet«.

ERGEBNIS

Samstag, 14.04.2018
Jägersro / Schweden
L.C. Peterson-Broddas Minne (Olympiatravet III)
409.500 Skr - 2140 m - Autostart
FFA

1.Day Or Night InJohan Untersteiner1:11,724
2.Dante BokoLutfi Kolgjini1:11,822
3.Mindyourvalue W.F.Robert Bergh1:12,1143
4.JairoJoakim Lövgren1:12,465
5.Deuxieme PicsousKim Eriksson1:12,4562
6.VästerboonthenewsJohnny Takter1.12,669
7.Tano BorkPeter Ingves1:12,9547
-NS-Harry Haythrow   

Day Or Night In - 6j. H. v. Muscle Hill a.d. Ellie America v. Buvetier d´Aunou
Sieg: 24:10 - Platz: 12 - 12 - 17:10 - Zwilling: 28:10 - Dreierwette: 329:10

Fritjof rasiert die Königswetter

Bereits zum Auftakt der V75-Wette hatte Untersteiner - und das völlig überraschend - das Trumpf-Ass im Ärmel. Dieses Mal nicht für die eigene Trainerkasse, sondern für die des in Kalmar ansässigen Niklas Robertsson verschaffte der 33.Jährige seinem Fritjof im Derby Trial hinter Conrad Lugauers sofort in Front gedüstem 15:10-»Tipp des Tages« Harran Boko den denkbar besten Platz. Nach 1000 der wie im Svenskt Trav Derby 2640 zu absolvierenden Meter begann sich The Bucket List F. allmählich an die Seite des Anführers vorzutasten, und er war es auch, der Harran Boko in der letzten Kurve enorm unter Druck zu setzen begann.

Bis dorthin hatte Lugauers Derby-Hoffnung unbehelligt seine Kreise ziemlich ziehen dürfen. Umso überraschender, dass der bei seinen letzten sieben Starts nur einmal nicht im Winner Circle aufgekreuzte Maharajah-Sohn 300 Meter vor dem Ziel das Handtuch im Galopp warf und damit ebenso ausschied war wie Neelix, dem dies kurz zuvor widerfahren war. Am Sieg schnuppern durften Tobias Eriksson und The Bucket List F. jedoch nur kurz. Untersteiner junior schaffte es mit Glück und Geschick, Fritjof hinter dem springenden Harran Boko weg auf freie Bahn zu bugsieren, wo der Scarlet Knight-Sohn sicher zum vierten und wertvollsten Sieg seiner 21 Starts umfassenden Laufbahn durchzog.


Selbst für den Trainer kam der Erfolg wie aus dem Nichts: »Es lief perfekt. Unser Glück war fraglos der Fehler Harran Bokos. Nun wird Fritjof am Kungapokal teilnehmen, und mein Sohn bekommt neue Fußballschuhe - das habe ich ihm unmittelbar vorm Start im Falle eines Sieges versprochen«. Kleiner Trost für alle Geschlagenen oder Disqualifizierten: Sie müssen die Flinte keinesfalls ins Korn werfen, was das Blaue Band betrifft - ganz im Gegenteil. Bis auf Stig Johanssons S:t Göran, der 2000 die Erstauflage dieses Trials gewonnen hat, konnte sich fünf Monate später kein weiterer Sieger in der Derby-Ehrenliste verewigen.

ERGEBNIS

Samstag, 14.04.2018
Jägersro / Schweden
Derby Trial 2018
306.500 Skr - 2640 m - Autostart
Vierjährige Inländer mit Derby-Startberechtigung

1.FritjofJohan Untersteiner1:14,0268
2.The Bucket List F.Tobias Eriksson1:14,192
3.Calle CrownChristoffer Eriksson1:14,237
4.CarawayCarl Johan Jepson1:14,3592
5.InertialJörgen Sjunnesson1:14,6718
6.Muscle LanePeter Untersteiner1:14,6230
 Harran BokoConrad Lugauerd.r.15
 NeelixThomas Uhrbergd.r.75

Fritjof - 4j. H. v. Scarlet Knight a.d. Carmen Tooma v. Berndt Hanover
Sieg: 268:10 - Platz: 32 - 21 - 14:10 - Zwilling: 608:10 - Dreierwette: 5.430:10

Weil Juans »kleine Serie« in der Bronsdivisionen zu Ende ging - 2000 Meter »Todesspur« waren selbst dem harten Fuchs, der über die geforderten 2640 Meter Ende des letzten Jahres zwei Mal (in Jägersro und Åby) gewonnen hatte, zu viel - war für das Erfolgserlebnis innerhalb der Lasbeker Equipe heute Lesperanza zuständig. Nachdem die Siegerin der St.Leger-Stuten-Abteilung und eines Stuten-Derby-Vorlaufs sich am 1. April in Charlottenlund nie hatte entfalten können und als Siebte unter Wert bezwungen war, fand die Fünfjährige mit dem Lärlingslopp ein erstklassiges Trostpflaster.

Jan Hansen ging mit ihr von der »5« sofort aufs Ganze, zog ausgangs der Startgeraden in Front und hatte die Partie damit in der Tasche. Mit vollen Händen saß der in Halmstad lizenzierte 51-Jährige (!!), für den es der erste Sieg seit dem Treffer an gleicher Stelle mit Litana am 17. Dezember des Vorjahres war, hinter der Ready Cash-Tochter, die nach 1:13,3 / 2140 Meter zwei Längen vor Milady Amok über den mit 125.000 Kronen höchsten Scheck ihrer Karriere bilanzierte.


Freuen durften sich auch ihre Anhänger, die den 7,9-fachen Sieg-Einsatz kassierten. Enttäuschend lief in diesem Rennen die frische Doppelsiegerin Volita Go (Marc Elias), die trotz eines Rennens hinter einen Führpferd in der Schlussphase das angeschlagene Tempo deutlich zu anspruchsvoll fand.

Verheißungsvolles Comeback von Rajesh Face

Endlich den wahren, nämlich unerbittlich offensiven Lutfi Kolgjini bekamen dessen Anhänger in der Silverdivisonen zu Gesicht. Von einem kurzen Rumpler seines Rajesh Face nach 200 Metern ließ sich der 58-Jährige nicht aus dem Konzept bringen, seinen Raja Mirchi-Sohn vielmehr weiter durch äußere Spuren rackern, bis er endlich nach 800 Metern vor Master Crowe an die Spitze durfte.


Bei Durchgangszeiten im 12er-Bereich hatte der sich immer wieder durch Galoppaden um den Lohn bringende Fünfjährige zum Saisonstart soviel in petto, dass es zum leichten Zwei-Längen-Sieg in starken 1:12,0 / 2140 Meter reichte. Das war selbst einem Olle Rols zu deftig, der nach sieben Treffern en suite dieses Mal mit Platz fünf vorliebnehmen musste. - (mw)

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