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13. MAI 2018

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Den »Tipp des Tages« rasiert

Gab es so etwas wie eine »Zweierwette des Tages« für diesen Nachmittag auf dem Plateau de Gravelle, so war es ein fehlerloser Arlington Dream vor seinem permanenten »runner up«, Vrai Voyou, im Satteltraben des Prix Guillaume de Bellaigue.

Wie üblich legte Yoann Lebourgeois mit dem stets etwas kniffligen Ready Cash-Sohn ganz außen los, ließ ihn in fünfter Spur rund einen Kilometer fernab von »Gut und Böse« ordentlich treten und schrägte zu Beginn des Bogens von Joinvillenach innen - auch dies als gewohntes Bild mit fünf, sechs Längen Vorsprung vor denen innen bestens in Gang gekommenen Union de Bellande und Véloce du Banney, denen sich Clara du Pontseuil, Cyprien des Bordes und Ulka des Champs angeschlossen hatten. Best of Jets führte die äußere Spur vor Uppercut de Manche, Vrai Voyou und Alpha Saltor an, und alles schien für das Favoritenteam nach Plan zu laufen.

Lag es am kurz vor dem Rennen einsetzenden strömenden Regen? Am Berg wirkte Arlington Dream nicht ganz so spritzig wie sonst, kam »nur« auf 20 Meter weg von Union de Bellande, die einen ähnlichen Vorsprung vor dem nachlassenden Véloce du Banney hatte, während sich Vrai Voyou und Alpha Saltor allmählich zu vorderen Gefilde aufrafften und Cyprien des Bordes mitzogen. Bis eingangs der Zielgeraden vermochte der 17:10-Favorit seinen Vorteil zu halten, kam dann aber überraschend schnell unter Druck. Nichts wurde es mit dem sechsten Monté-Sieg am Stück, doch sollte es nicht der» ewige Zweite« Vrai Voyou sein, der ihn letztlich »rasierte«.


Auch der hatte auf den finalen 200 Metern wenig zu bieten und musste im Kampf um Platz vier gar gegen Uppercut de Manche und Union de Bellande passen. Es oblag ausgerechnet dem nicht eben sieggewohnten Cyprien des Bordes, den Sattel-König zu stürzen und nach rund acht Monaten endlich wieder einen Sieg nach Hause zu bringen - den achten »lifetime« aus immerhin 53 Versuchen für den sowohl unter dem Sattel als auch im Sulky mit Jean-Loïc Claude Dersoir seit mehr als zwei Jahren so gut wie ausschließlich auf Gruppe-Ebene präsenten Schützling von Altmeister Joël Hallais. Fast wäre auch der Ehrenplatz noch flöten gegangen, für den Alpha Saltor lediglich eine Nasenspitze zu spät kam.

Das Video des Rennens sehen Sie hier.

ERGEBNIS

Samstag, 12.05.2018
Vincennes / Frankreich
Prix Guillaume de Bellaigue
120.000 € - 2700 m - Bänderstart - Reiten
6j. bis 10j. aller Länder, mindestens 160.000 €

1.Cyprien des BordesJean-Loïc Claude Dersoir1:12,470
2.Arlington DreamYoann Lebourgeois1:12,617
3.Alpha SaltorMatthieu Abrivard1:12,695
4.Uppercut de ManchePierre-Yves Verva1:12,8140
5.Union de BellandeJean-Yann Ricart1:12,8340
6.Vrai VoyouAdrien Lamy1:12,855
7.Véloce du BanneyFranck Nivard1:13,1340
8.Ulka des ChampsEric Raffin1:13,6420
9.Clara du PontseuilAnthony Barrier1:16,7890
10.Best of JetsAlexandre Abrivard1:17,7330

Cyprien des Bordes - 6j. H. v. Ouragon de Celland a.d. Perle des Bordes v. Jasmin de Flores
Sieg: 70:10 - Platz: 17 - 12 - 18:10 - Zwilling: 63:10
Drilling: 135:10 - Dreierwette: 1.382:10

Turbulente Quinté-Prüfung

Betrieb wie auf einem Rangier-Bahnhof zeichnete den 85.000 Euro wertvollen Prix du Gâtinais aus, der 16 sechs- bis zehnjährige Europäer versammelte, die noch keine 585.000 Euro verdient hatten und den Unbridled Charm ganz außen mit fliegenden Fahnen begann. In Front kam Jean-Philippe Dubois mit dem Password-Sohn dennoch nicht, denn der mittig loslegende Avenir de Blay konnte es noch ein bisschen schwungvoller und regierte bis zur »Wachablösun« durch Anzi des Lizards nach 800 Metern vor Venosc de Minel und Aliénor de Godrel, während Unbridled Charm in zweiter Spur in Unero Montaval und Clif du Pommereux zwei Zugpferde bekam.

In dritter Spur wurden vor der Tribüne Tony Gio, Coup Droit und Favorit Cash Gamble gesichtet. Mit Beginn des Anstiegs musste der erstmals seit Januar wieder in Vincennes startende Coup Droit mit dem Part des Anführers der zweiten Spur vorliebnehmen, was ihm letztlich den Zahn ziehen sollte. Am Gipfel trat Jean-Michel Bazire mit Bel Avis als Dritter der dritten Spur wuchtig auf den Plan. Im Nu hatte er den mittlerweile über Spur drei in Front gezogenen Unbridled Charm überrannt und zwei, drei Längen Vorsprung herausgeholt, doch reichen sollte es für den Co-Favoriten nicht.


So leicht ließ sich der in seinem letzten Rennjahr stehende bullige Braune mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Gangwerk nicht aus den Schuhen laufen, erholte sich vom Überfall rasch und streckte mit einem gezielten Konter Bel Avis noch sicher um eineinhalb Längen nieder. Der musste sogar noch den Ehrenplatz an Venosc de Mirel hergeben, hinter dem Yoann Lebourgeois bewies, dass er nicht immer auf dem Gaspedal stehen muss, sondern auch mal ruhig auf seine Chance warten kann.

Vier Längen zurück hielt sich Tony Gio, den Eric Raffin überwiegend verdeckt im Vordertreffen durchs turbulente Geschehen bugsiert hatte, einen Hauch besser als Cash Gamble, der den Aufwärtstrends der letzten Wochen nicht ganz zu bestätigen vermochte, allerdings durch die zwischenzeitlichen Verschiebungen bergauf als »Frontmann« durch Spur drei ackern musste. Für den von Jean-Philippe Dubois selbst gezüchteten Unbridled Charm war dies der 17. Treffer aus 71 Engagements, der sein Konto auf 519.670 Euro voranbrachte.

Immer besser: Napa Valley

Nach zwei frischen Siegen in der Provinz machte Napa Valley, der Gewinner des Berliner Auktionsrennens für Zweijährige des Jahres 2014, nun auch seinen »Frieden« mit Vincennes, wo er bislang - abgesehen von einem Ehrenplatz - fünf mehr oder weniger bescheidene Vorstellungen gegeben hatte.


Im Prix de Rennes für Sechs- bis Achtjährige, die noch keine 141.000 Euro gewinnen hatten und in das der In Dix Huit-Sohn als Ärmster gegangen war, nutzte Alexandre Abrivard mit ihm konsequent den Windschatten des sich zeitig an die Spitze setzenden 26:10-Favoriten César de Vrie und machte dem »Kaiser« auf der Zielgeraden leicht und locker mit fünf Längen den Garaus. Nach anspruchsvollen 1:13,2 waren der von Jean-Pierre Dubois »für Deutschland« gezüchtete Rapphengst um 20.250 Euro, diejenigen, die ihm über die 2700 Meter ihr Sieggeld mitgegeben hatten, um 3,9-fachen Einsatz reicher. - (mw)

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