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15. MAI 2018

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Keine Fortsetzung

Nach dem insgesamt höchst zufriedenstellenden Auftritt beim Meeting in Kopenhagen tags zuvor fand die »Erfolgsgeschichte« des Team Nimczyk am Montag in Halmstad keine Fortsetzung.

»Die Pferde sind gut drauf, aber die Anreise war leider extrem anstrengend. Der Transporter war rund 17 Stunden unterwegs« hatte uns Michael Nimczyk auf die Frage, ob er sich auch bei den Breeders Crown-Läufen auf der südwestschwedischen Bahn etwas ausrechne, mitgeteilt. So waren die Erwartungen des deutschen Champions - zwei Tage vor seinem 32. Geburtstag - nicht allzu hoch, und leider sollte sich seine Skepsis am Ende realisieren. Mit Stall Habos Hector Boko fand er im Lauf der vierjährigen Hengste und Wallache als Dritter hinter Waffle (Johan Untersteiner) und Starforlife Palema (Peter Ingves) zunächst glänzend in die Partie, verlor durch den Vorstoß des 11:10-Favoriten Very Kronos (Erik Adielsson) und außen aufrückende Gegner auf dem folgenden Abschnitt gleich drei Positionen.

Nachdem sich das Tempo auf dem zweiten Abschnitt von 1:10 auf 1:20 verringerte, wurde der Going Kronos-Sohn, am 1. Mai noch überlegener Sieger in Gelsenkirchen, an der Innenkante ziemlich »heiß« und sprang Nimczyk nach einem Kilometer aus der Hand bis zur Disqualifikation. Very Kronos hingegen blieb in 1:13,4 bis zum Pfosten gegen Waffle (13,7) und Yankee Boy (Kim Eriksson / 13,9) eindeutig »Chef im Ring«.

Nach der ersten Niederlage der Karriere beim Comeback in Hamburg musste Stallgefährtin Jolie Coer im Lauf der vierjährigen Stuten erstmals komplett auf Honorar verzichten. Dabei hatte die Sam Bourbon-Tochter im zweiten Paar außen hinter Chiquitita Diablo (Johan Untersteiner) ein optimales Rennen. Zwar entwickelte sich das Rennen bis zur Geraden nicht in gleichem Maße weiter positiv für die Habo-Stute, doch war ein gutes Platzgeld immer noch im Bereich des Möglichen, als sie beim Versuch des Spurwechsels ca. 150 Meter vor der Linie kurz stolperte und dann natürlich aus dem Gleichgewicht kam. Die Disqualifikation war auch hier die Folge.

Den Sieg holte sich hier, wie auch in den beiden Läufen der Dreijährigen, die an Global Welcome (Erik Adielsson / 11:10) und Zara Kronos (Joakim Lövgren / 15:10) gingen, das mit 34:10 am meisten gewettete Pferd. Andre Eklundh hatte sich mit Rose Mary praktisch mit dem ersten Schritt gegen Calamara´s Girl (Erik Adielsson) an die Spitze des nach Abmeldung von Vorausfavoritin Vamp Kronos auf elf Teilnehmerinnen geschrumpften Feldes gesetzt und blieb in 1:14,3 jederzeit sicher vorn. Zwischen die beiden von Beginn an dominierenden Stuten schob sich noch die speedige Devs Daffodil (Joakim Lövgren).

Deutlich besser als für Nimczyk lief es an diesem Montag für Conrad Lugauer, der seinerseits am Vortag in Kopenhagen mit On Vogue und Hennesy Boko zwei Mal Galopp gefahren war. Heute gewann er mit dem beim Erstauftreten vor sechs Wochen an Fehlern gescheiterten Gambit Brodde die Auftaktprüfung und zog mit Michael Haböcks Norton Commander einen beeindruckenden Schlussstrich unter die Tageskarte.

Der signifikante Fuchs war erst vor sechs Tagen mit Sohn Marc durch eine frühe Galoppade sofort chancenlos geworden. Dieses Mal ließ ihn der »Chef« aus zweiter Reihe ruhig eintreten, »flog« dann - und dieser Ausdruck ist nicht übertrieben - in der Überseite an der Konkurrenz vorbei und bestimmte fortan das Geschehen. Ohne auch nur eine Hilfestellung zu geben, löste sich der 43-Jährige mit dem von Arne Frahm gezogenen Gift Kronos-Sohn ab Mitte des letzten Bogens mit jedem Schritt weiter von den Verfolgern und erreichte das Ziel mit neuem Rekord von 1:14,1 / 2140 Meter stolze 1,7 Sekunden vor dem Zweitplatzierten Pell Inn (15,8). Die Ergebnisse der Breeders Crown-Läufe finden Sie im Bereich »International«. - (cw)

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