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11. JUN 2018

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Rekordträchtiges Rahmen-Programm

Wenn im Vorfeld auch nicht alle Träume gereift waren, so war es doch wie üblich Arnlioth Heltberg, dem Manager der Bahn von Oslo-Bjerke, und seinen Mitarbeitern gelungen, den Oslo Grand Prix mit zahlreichen erstklassigen Zutaten zu würzen.

Für die vermochte sich auch Marc Elias zu erwärmen, der weiterhin fast schon »beängstigenden« Schliff hat. Zwei Starter, zwei Siege lautete die hundertprozentige Tagesbeute des 23-Jährigen, der dafür zwei Spitzenkräfte aus dem Stall von Vater Conrad Lugauer vor der Nase hatte, die mit »gefährlichen« Startplätzen bedacht waren. Dem über die Meile mit der »7« schlecht bedienten Toddler verpasste er einen perfekten Verlauf im zweiten Paar außen, musste aber schon nach 800 Metern in die Offensive, um Joe Hoo Lee nicht zu weit enteilen zu lassen. In einem einsamen Duell vor dem Rest rang er den 101:10-Außenseiter letztlich sicher mit einer Länge nieder, verpasste seinem Schützling mit 1:10,6 eine neue Bestmarke nebst dem dritten Treffer in Folge und 125.000 frische Kronen.

Auch die Abschlussprüfung wurde die Beute des Deutschen, bei der er Norton Commander von der »9« in die 2100 Meter lange Partie zu bringen hatte. Aus dem Windschatten des Co-Favoriten Hugo Lobell, mit dem Rick Ebbinge außen die letzte »Drecksarbeit« verrichtete, gab er jenem ganz leicht mit zweienhalb Längen das Nachsehen. Der Fuchs mit der markanten Blesse lachte sich mit 1:12,5 gleichfalls einen neuen Rekord an und kassierte für den sechsten Treffer aus acht Auftritten 75.000 Kronen. Für Elias waren dies die Saisonerfolge 12 und 13, für Lugauer die Trainerpunkte 43 und 44.

Der »Generaal« mit harter Hand

Am Tag der Favoritensiege enttäuschte im Finn Tack Europamatch für Vier- und Fünfjährige auch Generaal Bianco seine bei 15:10 riesige Anhängerschar nicht, obwohl eingangs der Schlusskurve gelinde Zweifel aufkamen. Dort hatte der gebürtige Holländer, der seit ziemlich genau einem Jahr unter der Regie von Peter Untersteiner in exponierter Rolle tätig ist und in dieser Ära mindestens einen Klassensprung vollbracht hat, aus dem dritten Paar außen noch mindestens 30 Meter Rückstand auf Norwegens Hoffnung Phantasm Soa, der im Vorjahr die 4-åringselite gewonnen hatte und somit eine Art Titelverteidiger war.

Erleichtert wurde dem dann Gegner um Gegner fressenden Hengst die Aufgabe, weil Sir Q.C. von der permanenten »Todesspur« allmählich schwere Beine bekam und der »Mann mit dem Hammer« vor allem Phantasm Soa mit voller Härte erwischte. Rettete der wie immer mit dem heute glücklosen Ulf Ohlsson liierte »Sir« dank seiner Härte wenigstens Rang drei, so brach der Cromwell-Sohn in Front komplett ein. Da nützte auch das Ziehen der Ohrenstöpsel durch Erlend Rennesvik 300 Meter vor Schluss nichts mehr - er trudelte, abgesehen vom nach einem immensen Startfehler nur eine Trainingseinheit absolvierenden Grant Boko, als Letzter am Zielrichter vorbei.

Genau jene 300 Meter waren die Paradestrecke Generaal Biancos, der weit außen wie ein Düsenjet an allen vorbeirauschte und beim vierten Auftritt 2018 bereits den dritten Treffer setzte. »400 Meter vor Schluss war mir durchaus etwas mulmig zumute wegen des gewaltigen Rückstands, obwohl ich weiß, wie stark der General sich reinhängt, wenn er vorher nicht viel tun musste. Aber dann waren alle anderen müde, und es hat noch ganz leicht gereicht«, bilanzierte der gebürtige Österreicher. Ebenso sehenswert spurtete der unterwegs an letzter Stelle liegende Maharajah-Sohn Moni Viking auf den Ehrenplatz und wetzte damit die Schlappe von Landsmann Phantasm Soa aus.


Dicht dabei im Kampf ums Stockerl war auch die Französin Douloureuse, wogegen mit Esmondo der einzige Vertreter der Generation 2014 blass blieb, obwohl ihm Jorma Kontio streng innen jeden Meter ersparte. Das verwunderte bei der ausgedehnten Reisetätigkeit des Westerink-Schützlings nicht, der heuer bereits außer in Frankreich schon in Turin und Neapel mit bescheidenem Erfolg auf Achse war.

ERGEBNIS

Sonntag, 10.06.2018
Oslo / Norwegen
Finn Tack Europamatch
555.000 Nkr - 2100 m - Autostart
Vier- und Fünfjährige aller Länder

1.Generaal BiancoPeter Untersteiner1:11,815
2.Moni VikingFrode Hamre1:12,0346
3.Sir Q.C.Ulf Ohlsson1:12,043
4.DouloureuseQuentin Machet1:12,0577
5.Allaway G.TWilhelm Paal1:12,3469
6.EsmondoJorma Kontio1:12,4248
7.Phantasm SoaErlend Rennesvik1:12,467
8.Grant BokoAri Moilanen1:19,682

Generaal Bianco - 5j. H. v. Ufo Kievitshof a.d. Zaskia Fortuna v. Coktail Jet
Sieg: 15:10 - Platz: 12 - 21 - 14:10 - Zwilling: 368:10 - Dreierwette: 1.012:10

Giveitgasandgo - der Name ist schon wieder Programm

Gab es so etwas wie eine »Bank des Tages«, so hieß die in der über die Meile führenden 4-årings-Elite Giveitgasandgo, der mit seinem bei 421:10 völlig unerwarteten Ehrenplatz im Olympiatravet endgültig bewiesen hatte, dass er in Europa bestens angekommen ist. Nach dem ebenso überzeugenden wie rasanten 1:09,5-Sieg in der Vierjährigen-Elite Solvallas war er 14 Tage später für ganze 12:10 zu haben - und wurde dieser exponierten Einschätzung vollauf gerecht.

Wie bei all seinen vier Auftritten zuvor in der Alten Welt Erik Adielsson an die Hand gegeben, fackelte der mit dem US-Geschoss nicht lange. Mitte der ersten Kurve hatte er Lexus Dream das Kommando abgejagt, und fortan gab’s nur ein Credo - vorwärts. Die äußerst unangenehme Aufgabe, bei 1:10er Tempo die Nase in den Wind halten zu müssen, oblag Franck Annes Elite du Ruel, die erst in der letzten Kurve von dieser Aufgabe erlöst wurde. Dort verloren Lexus Dream und Southwind Hydro »pappensatt« ruckartig den Kontakt; in die freie Innenspur verschwand die Timoko-Tochter und tauchte nie wieder auf. Ihr Verfolger bis dahin, Hollands Derby-Sieger Hooters USA, fiel als Führender der Außenspur im Galopp auseinander und machte somit den direkten Weg nach vorn für seinen Hintermann King of the Hill frei.


Der und Elite du Ruel konnten sich ins Geschirr legen, was die Lungen hergaben - gegen den unantastbar seines Wegs ziehenden Giveitgasandgo war im wahrsten Wortsinne kein Kraut gewachsen. Überlegen mit drei Längen klinkte sich einer von zahlreichen US-Importen Frode Hamres - der Trainer selbst konnte sich die neuerliche Gala seines Schützlings aus weiter Ferne hinter Promo Kemp zu Gemüte führten - die 200.000 Kronen nach 1:09,9 ein und hat nun bei fünf Europastarts ruckzuck 1,6 Millionen Kronen angeschafft.

Der gebeutelte Rest hatte mit Schadensbegrenzung genug zu tun, was Robin G.T. am besten gelang. »Was will ich mehr? Neuer Bahnrekord mit nicht gezogener Zugwatte - besser geht’s nicht«, strahlte Adielsson mit der Sonne um die Wette und beantwortete die Frage nach einer Elitloppet-Teilnahme klipp und klar: »Das muss natürlich Frode Hamre entscheiden, und dazu hat er noch fast ein ganzes Jahr Zeit, in dem viel passieren kann. Doch keine Frage - aus heutiger Sicht ist er dafür ein ganz klarer Anwärter«.

ERGEBNIS

Sonntag, 10.06.2018
Oslo / Norwegen
4-aringselite
400.000 Nkr - 1609 m - Autostart
Vierjährige aller Länder

1.GiveitgasandgoErik Adielsson1:09,912
2.Elite du RuelFranck Anne1:10,3117
3.King On The HillHans Eriksson1:10,567
4.Robin G.T.Asbjörn Tengsareid1:10,9784
5.Ghazi B.R.Tom Erik Solberg1:11,0946
6.Lexus DreamAri Moilanen1:11,0140
7.Southwind HydroÖrjan Kihlström1:11,1140
8.Promo KempFrode Hamre1:11,4479
 Hooters USAChristoffer Erikssond.r.332

Giveitgasandgo - 4j. H. v. Yankee Glide a.d. Mazda Hanover v. Andover Hall
Sieg: 12:10 - Platz: 11 - 15 - 13:10 - Zwilling: 61:10 - Dreierwette: 243:10

Jorma Kontios Maßarbeit

Wie stets wurde der Energima-Cup (ehemals Bjerke-Cup) über zwei mit neun Kandidaten bestückten Vorläufe, aus denen sich die jeweils besten Vier qualifizierten, und dem Finale über 1609 Meter entschieden.
Vorlauf eins wurde eine letztlich sichere Beute des 28:10-Favoriten Coquin Bébé, dem Jorma Kontio von der »6« einen defensiven Part im zweiten Paar außen hinter Photo Lavec verschrieb. Das Tempo gab Per Linderoth mit Dupree vor Patricia Hastrup und Valokaja Hindö vor.

Knifflig wurde es für den Schützling Franck Leblancs allein im Schlussbogen, als aus seinem Rücken King City in dritter Spur aufzog - dessen Anhängsel Trinity Lux sprang Wilhelm Paal dort aus der Hand - und der Franzose zunächst abwarten musste, bis die Ampel auch für ihn auf Grün sprang. In vierter Spur erwies er sich als der eindeutig Stärkste und schnappte sich King City eher sicher denn nach Kampf mit einer halben Länge, wobei die letzten 500 Meter in 1:09,0 und der gesamte Part in 1:10,7 abgewickelt wurde.

Nichts ging in Vorlauf 2 über Donatomite, mit dem Frode Hamre jedoch 500 Meter hart kurbeln musste, um sich gegen Deep Sea Dream, Quick Fix, den Per Oleg Midtfjeld für Lutfi Kolgjini mal nicht mit Brachialgewalt vortrug, und French Laundry ums Kommando durchzusetzen. Dieser anfängliche harte »Ritt« schadete dem ungemein zuverlässigen Amerikaner weit weniger als die »Todesspur«, die dem hoch gehandelten Franzosen Crazy Horse in der letzten Biegung gründlich den Garaus machte.

Nach Abschnitten von 1:08,5 und 1:10,5 reichten Donatomite finale 500 Meter von 1:11,3, um in 1:10,7 sicher mit einer Länge vor Deep Sea Dream, dem »Überraschungsgast« im Endlauf, dem weit außen schnell werdenden Quick Fix und dem von Örjan Kihlström konsequent innen gehaltenen French Laundry den 13. Karrieresieg einzuklinken.


Eine Vorentscheidung Richtung erster Scheck in Höhe von 300.000 Kronen fiel im Finale bereits am Start, den Jorma Kontio mit Coquin Bébé von der »2« den Tick zügiger hinbekam als der innen postierte Donatomite. Einmal in Front mit dem Rancho Gédé-Sohn, hatte Nordeuropas bester Startkünstler fortan keine Eile und Örjan Kihlström mit King City keine Ambitionen, sich an dem Braunen mit dem großen Stern die Zähne auszubeißen. Hinter dem »lebenslänglich« eingesperrten Donamite waren Photo Lavec und French Laundry untergeschlüpft, außen ließen sich Deep Sea Dream, Quick Fix und Patricia Hastrup vom »King« geleiten - so zockelte man in gemütlichen 1:14,0 um die erste Runde.

Es kam, was zu erwarten war. Bei fetzigen 1:08,0 für die finalen 500 Meter hatte Coquin Bébé einige Mühe, den unermüdlich auf ihn eindringenden King City um einen »Kopf« abzuwimmeln. Wichtiger war für ihn, dass Donatomite wohlverpackt in der Kiste blieb. Verzweifelt wie vergeblich suchte Frode Hamre nach einem Schlupfloch und konnte von Glück sagen, dass der Sieger ihm so viel Raum ließ, dass er wenigstens die dritte Prämie gegen den erneut über sich hinauswachsenden zehnjährigen »Opa« Deep Sea Dream und den im Einlauf mit einem gewaltigen Schlenker nach außen dirigierten Photo Lavec festhalten konnte. Dank des irrwitzigen Schlussdrittels sprang mit 1:11,8 noch eine annehmbare Endzeit heraus, die genau eine Sekunde über dem 2015 von Repay Merci markierten Rennrekord lag. - (mw)

ERGEBNIS

Sonntag, 10.06.2018
Oslo / Norwegen
Energima-Cup (Finale)
575.000 Nkr - 1609 m - Autostart
FFA

1.Coquin BébéJorma Kontio1:11,821
2.King CityÖrjan Kihlström1:11,850
3.DonatomiteFrode Hamre1:12,023
4.Deep Sea DreamSvein Ove Wassberg1:12,0323
5.Photo LavecTom Erik Solberg1:12,0210
6.Quick FixPer Oleg Midtfjeld1:12,1195
7.Patricia HastrupDouglas Tengsareid1:12,31038
8.French laundryUlf Ohlsson1:12,3448

Coquin Bébé - 6j. H. v. Rancho Gédé a.d. Noble Nenette von Gazouillis
Sieg: 21:10 - Platz: 10 - 11 - 10:10 - Zwilling: 47:10 - Dreierwette: 144:10

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