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8. AUG 2018

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Das halbe Dutzend eingezoomt

Zu einem der erfolgreicheren Importe, die Stefan Melander in den letzten Jahren getätigt hat, scheint sich Zack´s Zoomer zu mausern. Der US-Hengst, der Ende 2017 mit acht Siegen aus 24 Starts und umgerechnet 1,4 Millionen Kronen zu seinem schwedischen Lot gestoßen ist, machte auf Nordeuropas Nobelbahn das halbe Dutzend aus lediglich acht Versuchen voll und hat in seiner bislang ertragreichsten Saison fast eine Million Kronen verdient.

Objekt der aktuellen Begierde war Lauf 5 der Solvallaserien Vierjährige, deren Etappen III und IV er bereits auf seine Kappe gebracht hatte. Für den dritten Streich ließ sich der Sohn von Hambletonian-Sieger Deweycheatumnhowe auch von Startplatz 7 nicht aufhalten, wo ihn Per Lennartsson mit vollen Segeln losknattern ließ. Einzig Eurythmic Sisu kam ähnlich fetzig in die Puschen, sicherte sich sofort das windschattige Plätzchen im Rücken des 14:10-Favoriten und fuhr damit außerordentlich gut, nämlich zum ungefährdeten Ehrenplatz.

In Front durfte Zack´s Zoomer ungestört seinen Part herunterbummeln, zog 700 Meter vorm Ziel das Tempo energisch an, um vor eventuellen Überraschungen gefeit zu bleiben, schmetterte eine finale halbe Runde von 1:10,3 aufs Tapet und gewann mit vier Längen Vorsprung in 1:13,4 / 2140 Meter, ohne dass Lennartsson auch nur einmal die Hände aufmachen musste.

Konträr lief der Rennfilm für den Travkompanier Who’s Who, der erstmals seit Platz vier im Finale des Konung Gustaf Pokals wieder unter Order war. Von der 8 verpasste ihm Örjan Kihlström lediglich einen defensiven Aufgalopp Richtung Traber-Derby, nahm ihn bis ans Ende zurück und ließ ihn erst 200 Meter vorm Ziel mal ein bisschen von der Leine. So war mehr als die fünfte Prämie nicht drin für den Maharajah-Sohn, der folglich nur am Wettmarkt die zweite Kraft war.

In einem 500 Meter kürzeren Lauf der Vierjährigen-Serie für Stuten musste die bei 12:10 als Tipp des Tages antretende Virgina Grif erkennen, dass der erste Bogen durch Spur drei und der weitere Weg in der Todeslage selbst für sie, die fünf ihrer sechs Saisonstarts als Klassenbeste beendet hatte, ein bisschen zu üppig war.

Zwar knackte die von Björn Goop dirigierte Gocciadoro-Stute die durchweg führende Leet Hanover - die brach völlig enttäuschend ein und wurde mit der sechsten und letzten Prämie abgespeist -, hatte jedoch gegen die aus dem zweiten Paar außen zustoßende Odessa Celeber nichts mehr im Tank. Örjan Kihlström staubte mit der Schwester von Deutschland-Pokal-Siegerin Tamla Celeber kurz und humorlos um eine Länge ab, was der Toto mit 334:10 üppig honorierte.

Einen extrem kurzen und erfolgreichen Arbeitstag hatte Dennis Spangenberg. Er kam - mit Twinkle Face zum ersten Rennen, einer Bänderstartprüfung bis 120.000 Kronen Gewinnsumme - sah (sich stramm vorneweg den 20 Meter schlechter gestellten, durch die Todesspur ackernden Favoriten Peakster mit Björn Goop genussvoll an) und siegte mit der kernigen Habo-Stute, ohne die Hand aufmachen zu müssen, verblüffend leicht mit 2½ Längen.

Die von Raja Mirchi gezeugte dreijährige Fuchstute feierte für 23:10 ihren dritten Sieg insgesamt und den zweiten unter Thorsten Tietz’ Regie, strich 40.000 Kronen ein und drückte ihre Bestzeit auf 1:15,0. Anschließend konnte Deutschlands Silberhelm mit einem Augenzwinkern die Heimreise antreten.

Auf der Partnerbahn Jägersro markierte der effektiv wie selten zuvor arbeitende Conrad Lugauer seine Fahrersiege 39 und 40 bei lediglich 137 Fuhren - ergibt einen Siegschnitt von sagenhaften 29 Prozent.

Mit Ilydia Boko knackte er aus der nach 700 Metern eingenommenen Todesspur die durchweg führende Appaloosa mit einer Länge, womit die sich um zwei Sekunden auf 1:15,6 verbessernde Main Wise As-Tochter auch beim zweiten Versuch ihrer Laufbahn unbezwingbar blieb und sich weitere 60.000 Kronen auf ihr Konto buchte.

Eine halbe Länge eher als der Rest schlug er mit der von Rolf Almqvist präparierten Broadway Surprise an, was bei 151:10 eine Überraschung war; aus dem vierten Paar außen eröffnete Lugauer 900 Meter vorm Ziel Spur drei und sammelte die bereits mit drei Längen führende Pay Attention T.M. ein.

In dieser Prüfung gab’s mal wieder Anschauungsunterricht für den deutschen HVT, wie Fahrspurveränderungen mit platzierungsentscheidendem Stören anderswo gehandhabt werden. Der haarscharf als Zweiter eingekommene Quantum Cappuccino wurde auf Platz vier gesetzt, weil er auf der Suche nach freier Bahn Kallsup (IV., nach RL-Entscheid III.) in die Quere gekommen war. So wäre bis 2007 auch in Deutschland entschieden worden - vor dem dann angezettelten, vermeintlich großen Sprung nach vorn.

Leer ging Lugauer im von lediglich fünf Ladys bestrittenen Fyraåringstoppen för Ston mit Franz Kleins On Vogue aus. Die mit dem ersten Schritt das Kommando übernehmende Olly Lane-Tochter sah bis 150 Meter vorm Ziel souverän aus und rollte sich dann in Galopp, der die rote Karte zur Folge hatte. Der Sieg ging somit etwas glücklich an Catch my Love / Christoffer Eriksson, die nach 1:13,9 / 2140 Meter um 40.000 Kronen reicher war. (mw)

Gestüt Lasbeks Mamba (Joakim Lövgren) findet bei über 20 Galoppsprüngen im ersten Bogen bei den Stewards viel Nachsicht und muss sich am Ende nur dem zeitgleichen Fashion Fine Wine (Christoffer Eriksson) beugen.

Zum Abschluss springt noch ein Ehrenplatz für die »Oesterdiekerin« Ofelia OE (Peter Untersteiner) heraus. (dk)

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