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10. OKT 2018

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Belker im schlanken Gang

(mw) Solvalla, Dienstag, 9. Oktober. Finanziell stand in der schwedischen Metropole die dritte Runde der »Breeder´s Crown» für die Zweijährigen (die letzte folgt am 12. Dezember in Jägersro) im Mittelpunkt der Abendkarte, die auch noch zwei Läufe der Solvallaserien für die Generation 2014 als Aushängeschilder im Angebot hatte.

Viel Staat war mit der Mehrzahl der acht Youngster - Master of Trix musste wegen Fieber passen - allerdings nicht zu machen. Top-Favorit Alien Kronos fiel vor, Galadriel Sisu kurz nach der Startmarke mit einem Fehler endlos zurück, Mr Boombastic verlor auf der ersten Runde gewaltig den Anschluss und präsentierte sich kaum rennfertig, und bei Alex T.H. wurde nach 1500 Metern Führungsarbeit die Luft erschreckend ruckartig ebenso knapp wie beim im zweiten Paar außen marschierenden Boiling Point.

Letztlich hatte Co-Favorit Belker, den Torbjörn Jansson aus der Komfortzone hinter dem Leader für die Schlussrunde an dessen Seite beordert hatte, leichtes Spiel, die verbliebenen Mitstreiter Unico Broline und Libertin glasklar abzuschütteln. Überlegen fünf Längen voraus schaffte der Scarlet Knight-Hengst beim vierten Start den zweiten Sieg und hat nun 303.500 Kronen auf der Habenseite. Zweiter blieb Unicorn Broline, der den Schlussangriff Libertins um drei Längen ins Leere laufenließ. Ewig zurück folgte der demolierte Rest, der sich dennoch für kaum genügende Arbeit jeweils einen Obolus einstecken konnte, da acht Prämien verteilt wurden.

Solvalla statt Hamburg…

…lautete die Devise für Hambletonian-Sieger Perfect Spirit der in der sechsten Runde der Solvallaserien erstmals antrat und sich als völlig erwarteter Sieger die Finalteilnahme am 24. November sicherte. Dann geht es im Solvalla Grand Prix um 500.000 Kronen für Platz eins, die seine Entourage offensichtlich mehr locken als die Prämien im Großen Preis von Deutschland, für den der Andover Hall-Sohn lange im Gespräch war.

Ein bisschen Mitleid mit den übrigen Sieben hatte offensichtlich der Los-Computer, der ihm den äußersten Startplatz 8 verpasste. Kein Grund für Örjan Kihlström, in hektische Betriebsamkeit zu verfallen. Das Rennen sollte sich prächtig für den mit gebremstem Schaum loslegenden Braunen des SRF Stable entwickeln, der nach 600 Metern im zweiten Paar außen hinter Spickleback Face unterkam und damit Zack´s Zoomer, der bereits drei dieser Vorläufe im Mai, Juni und Juli auf seine Kappe gebracht hatte und Nummer vier munter von vorn anging, in Sichtweite hatte.

Wie auf Bestellung räumte der Derby-Sechste Spickleback Face 300 Meter vorm Ziel die zweite Spur im Galopp, so dass der »Iceman« geradewegs weiter fahren konnte. Der Rest war ein Kinderspiel: Mit Augenmaß und kaum bemüht legte er den Melander-Schützling in 1:12,2 zu 1:12,3 um eine halbe Länge zu den Akten. Gut dran blieb der durchweg innen engagierte Southwind Hydro, wogegen zum im ersten Bogen im Führungskampf gesprungenen Seven and Seven eine Lücke von fast fünf Längen klaffte. Weitere sechs Längen hinter diesem US-amerikanischen Quartett schlug der blass bleibende Eurythmic Sisu als bester Einheimischer an. Snowstorm Hanover, der vor einem Jahr mit dem Sieg im Kentucky Futurity eine kleine Toto-Lawine ausgelöst hatte und seitdem dieser Glanzform hinterherläuft, fiel im zweiten Paar innen 650 Meter vorm Pfosten mal wieder mit einem deftigen Fehler aus und wurde bis zum 19. Oktober durch die Stewards von jeglichen Rennaktivitäten freigestellt.

Im 500 Meter kürzeren 7. Lauf der »Vierjährigen-Serie für Stuten« kam es Erstens anders, und zweitens als Vater und Sohn Oscarsson sich das gedacht hatten, die für verschiedene Herren unterwegs waren.

Der erste taktische Schachzug ging prima auf, denn mit der US-Norwegerin Waffle Cone stach Sohn Kevin von der 2 Derbystoet-Siegerin Run Chica Run an der 1 überraschend leicht aus und wartete dann auf Vater Jim. Kaum war der mit Violet Bi vorbei, als sie Run Chica Run im Galopp komplett verloren. Spätestens nach einer Runde dürfte der Junior mit der Marschroute gehadert haben: Violet Bi hatte nach diesem Kraftakt und einem Kilometer in 1:09,9 für die finalen 300 Meter keine Puste mehr.

Dahinter war Kurzstrecken-Spezialistin Waffle Cone rettungslos gefangen und konnte sich viel zu spät nach außen mogeln, so dass es haarscharf hinter Bellatrix Zet und der hinter ihm etwas früher nach außen gelangenden White Lightning nur zu Platz fünf reichte. Prächtig zog Beautiful Bacardi in der Todesspur durch, doch geradezu monströs war das, was Normandie Royal aus dem dritten Paar außen im Einlauf auf die Piste hämmerte. In bestechender Manier ließ die in Norwegen vorbereitete Orlando Vici-Tochter mit Ulf Ohlsson die gesamte Korona links liegen, verbesserte sich um eine volle Sekunde auf blanke 1:11 und schlug fünf Längen vor der »Schnapsdrossel« an.

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