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1. DEZ 2018

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Nummer vier für Gotland

(mw) - Vincennes, Freitag, 30. November. Zum ersten Mal während des Winter-Meetings maßen sich die zweijährigen Hengste um 80.000 Euro in einem Gruppe-Rennen.

Anders als in dem ebenfalls der Kategorie III zugerechneten Prix Louis Cauchois am 27. Oktober, der zeitlich noch ins Herbst-Meeting fiel und in dem lediglich einheimische Jungs zugelassen waren, dürfen im »Prix Ourasi« seit 2014 auch Ausländer mitmischen, und schon war Deutschlands »echter Winterfavorit« Orkan von Haithabu (ein zweiter wird bekanntlich in »einig deutsches Traberland« am Sonntag in Hamburg gekürt) dabei.

Viel Wind machte der von Heinz Wewering gesteuerte Sohn des einstigen holländischen Derbysiegers Rise and Shine jedoch nicht - dafür waren in erster Linie die Musketiere des Monsieur Allaire zuständig.

Dessen erster Get Happy agierte alles andere als glücklich und quittierte die Arbeit wie der Schwede Criterion bereits kurz nach dem Ab im Galopp. Die beiden Anderen hingegen funktionierten reibungslos und das Rennen wie erwartet zur Stallmeisterschaft um, bei der zunächst Gatsby Perrine, nach 500 Metern der bei drei Auftritten unbezwingbare Gotland das Zepters schwang. Weil sich gegen den 15:10-Favoriten auch Général du Parc als innerer Dritter keine blutige Nase holen wollte, blieben zarte Avancen auf den Leader komplett aus, mit dem Eric Raffin die ersten 1700 Meter in betulichen 1:18,3 durchmaß, was wiederum Guerrier Royal vor Orkan von Haithabu und Top Secret J in die zweite Linie lockte.

Halbwegs Männersport gab´s erst auf den finalen 350 Metern - und dort behielt der aus den beiden Gruppe-I-Siegern Ready Cash und Sanawa gezüchtete kleine Bruder Dawanas sehr viel leichter die Oberhand, als es der Abstand lediglich eines Hals aussagt. Raffin machte genau gar nichts, und auch Anthony Barrier staubte Gatsby Perrine nicht bis zum letzten Zipfel aus. Dritter blieb wie erwartet Général du Parc vor Guerrier Royal, der seinen ständigen Schatten Orkan von Haithabu um 5½ Längen ins Abseits stellte. Dem Schützling Holger Neumanns dürfte diese Aufgabe nicht weh getan haben, und mit 4.000 Euro gab´s deutlich mehr als die Reisespesen zurück. Weil Gospel de Bailly auf der Zielgeraden ausfiel, gingen die sechste Prämie an Top Secret J, der als Schlusslicht tatsächlich ziemlich geheim blieb, und die siebente zurück ins Vereinssäckel.

Gotland, der bereits den Prix Louis Cauchois auf seine Kappe gebracht hat, baute sein Konto um 36.000 auf 107.100 Euro aus und ist damit der Erste der Generation »G«, dessen Gewinnsumme im sechsstelligen Bereich notiert. Am Samstag könnte ihm Girls Talk folgen - auch sie eine Allaire-Elevin, auch sie - nach vier Versuchen - mit strahlend weißer Weste.

ERGEBNIS

Freitag, 30.11.2018
Vincennes / Frankreich
Prix Ourasi
80.000 € - 2200 m - Bänderstart
Gruppe III - Course Européenne - Zweijährige Hengste - Startzeit: 21:12 Uhr

1.GotlandEric Raffin1:16,915
2.Gatsby PerrineAntoine Barrier1:16,9100
3.General du ParcAlexandre Abrivard1:17,196
4.Guerrier RoyalGuillermo Roig-Balaguer1:17,3320
5.Orkan von HaithabuHeinz Wewering1:17,8470
6.Secret JJean-Francois Senet1:18,1560
 CriterionBjörn Goopd. r.160
 Gospel de BaillyJean-Michel Bazired. r.100
 Get HappyYoann Lebourgeoisd. r.80

Gotland - 2j. H. v. Ready Cash a. d. Sanawa v. Jeanbat du Vivier
Sieg: 15.10 - Platz: 11 - 17 - 17:10 - ZW: 61:10 - Trio: 77:10
Wert: 36.000 €, 20.000 €, 11.200 €, 6.400 €, 4.000 €, 1.600 €, 800 € - Richterspruch: leicht, H - 1½ - 2½ - 5½ - 4 Längen


Spannend bleibt es weiterhin im Kampf um den Sulky d´Or, für den die beiden Protagonisten am frühen Nachmittag in Chartres und am Abend in Vincennes direkt die Klingen kreuzten. In der 40.000-Einwohner-Stadt 90 Kilometer südwestlich von Paris gewann Herausforderer Yoann Lebourgeois mit Eleven Shapter und Dzigane du Gueret. Auf dem Plateau de Gravelle legte der 33-Jährige dank Félix du Bourg und Elegant Tilly zwei Hölzchen nach und verkürzte den Rückstand zu »JMB« auf 219 zu 233 »Attelé«-Treffer, denn dem 19-fachen Champion gelang lediglich ein Sieg in Chartres mit Flyer du Noyer; dazu kamen sechs Ehrenplätzen »hüben wie drüben«.

Immer wieder Zauni

Bei der PMU-Veranstaltung in Wolvega trat Zauni im »Prix Gemeente Midden Drenthe« mit Ronja Walter als Tipp des Abends an und enttäuschte seine immense Anhängerschar nicht.
Von zwei Fehlstarts ließen sich weder der Quite Easy-Sohn noch die deutsche Sattel-Championesse aus der Fasson bringen, kamen im Gegenteil aus Band zwei blendend ab und lagen früh an vierter Position, wo sie Rene M Newport, den aus dem gleichen Band gestarteten ersten Herausforderer Buzzi Sild und Tequila F. vor sich erst mal machen ließen.

Für die letzten 900 der insgesamt 2600 Meter waren die beiden Gemeinten dann unter sich. 600 Meter vorm Ziel ließ Zauni den auch schon in Frankreich unterm Sattel erfolgreichen Buzzi Sild grußlos stehen, gewann das 14. Trabreiten seiner erst vor einem Jahr eingeläuteten Monté-Karriere turmhoch überlegen in blanken 1:16 / 2620 m vor Buzzi Sild und Tequila F. und packte zu seinen 140.984 Euro frische 3.000 hinzu. Der Toto notierte den Fall mit 14:10.

Im mittelschwedischen Romme holte Roman Matzky mit 34:10-Co-Favorit Horatio Fortuna über 1640 Meter einen mit 9.500 Kronen belohnten dritten Platz, doch war das ganze Prozedere für den Vorsitzenden des deutschen Traber-Trainer-Vereins erneut eine nervenaufreibende Angelegenheit.

Nach mäßigem Start von der 6 landete der mit einer vierfachen Siegesserie angereiste Fuchs im Hintertreffen, drängelte dort 1100 Meter vorm Ziel etwas nach innen, kam Favorit Kurt Cobain in die Quere und schickte ihn mit der roten Karte ins Nirwana, was dessen Fahrer Joakim Elfving mit ein paar deutlichen Worten quittierte.

Richtig zu überzeugen wusste der für des Trainers eigene Kasse laufende »Horatio« erst auf den finalen 150 Metern, als er mit tollem Endspurt den kaum noch für möglich gehaltenen Bronze-Rang ergatterte und ihn auch behalten durfte. Es sind schon mal Gespanne für ein solches Foul disqualifiziert worden, das die Stewards mit 1.500 Kronen Geldbuße und einem Fahrverbot vom 14. bis 20. Dezember ahndeten.

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